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Worauf achten Risikokapitalgeber, bevor sie als Investoren in einem Startup einsteigen?

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Risikokapitalgeber (Venture Capitalists) sind für die Finanzierung von jungen, im Wachstum befindlichen Unternehmen (Startups) von essentieller Bedeutung. Für diese ist es in der Regel ein langwieriger Prozess, der viel Zeit und Vertrauen erfordert, um den geeigneten Kandidaten für Ihre Investitionen zu finden. Haben sie diesen jedoch einmal gefunden, investieren sie oft nicht unerhebliche Summen an Wagniskapital. Für Unternehmensgründer ist es somit entscheidend die Aufmerksamkeit von solchen Kapitalgebern auf sich zu ziehen. Worauf diese bei ihrer Auswahl achten - und wie Du selbst Investoren für Dein Startup finden kannst - das erfährst Du in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist Risikokapital - und wer sind Risikokapitalgeber?
  2. Warum sind Risikokapitalgeber so wählerisch mit den Startups, die sie finanzieren?
  3. In welche Arten von Unternehmen investieren Risikokapitalgeber?
  4. Die 5 wichtigsten Faktoren, die von Venture-Capital-Gebern vor einer Investition in ein aufstrebendes Jungunternehmen berücksichtigt werden
  5. Fazit

Was ist Risikokapital - und wer sind Risikokapitalgeber?

Um ihr Vermögen zu vermehren,investieren manche Geldgeber ihr Kapital in Unternehmen mit einer langfristig hohen Wachstumsperspektive - sowie einer ebenso hohen Möglichkeit während diesem Entwicklungsprozess zu scheitern. Die so eingesetzten Geldmittel werden in weiterer Folge per Definition als Risikokapital (Wagniskapital / Venture Capital) bezeichnet. Sie können sich nämlich entweder wie bei einem risikoreichen Einsatz im Casino ganz schnell (und stark) vermehren. Oder auch ebenso schnell in Luft auflösen. Beziehungsweise besser gesagt in falsche Geschäftsentscheidungen und fehlentwickelte Produktideen. Investoren, die ihr Kapital so einsetzen tragen demzufolge die Bezeichnung Risikokapitalgeber.

Jeder Anfang ist schwer: So auch der einer Firmengründung. Insbesondere die Suche nach Investoren stellt Gründer oft vor hohe Herausforderungen. Geldgeber - und noch mehr Risikokapitalgeber - sind schwer zu finden. Und noch schwieriger ist es, sie zum Investieren zu bewegen. Laut der von Fundable in dieser Infografik zusammengestellten Daten werden weniger als 1 Prozent aller (Software-)Startups von VCs finanziert. Das bedeutet, dass Du wirklich wissen musst, wonach diese bei einem Jungunternehmen suchen, um ihm Geldmittel zur Verfügung zu stellen.

Warum sind Risikokapitalgeber so wählerisch mit den Startups, die sie finanzieren?

Als Gründer musst Du verstehen, dass Kapitalgeber keine unerheblichen Risiken eingehen, wenn sie in ein Startup investieren. Neu gegründete Unternehmen erzielen in der frühen Wachstumsphase in der Regel wenige bis gar keine Umsätze, wodurch sie in dieser einen hohen Kapitalbedarf aufweisen. Vor allem jungen Unternehmensgründern fehlt es logischerweise an Managementerfahrungen, wodurch sie am Ende oft nur einen oberflächlichen Businessplan entwickeln. Was passiert jedoch, falls Risikokapitalgeber in ein Unternehmen investieren, das den Durchbruch nicht schafft? Kurze Antwort: Sie verlieren ihre Investition. Zu 100%.

Und genau aus diesem Grund sind Venture Capitalists besonders vorsichtig bei der Investition Ihres Geldes.

Trotz dieses Umstandes wurden aber bereits Milliarden von Euro in Startups investiert. Die Frage ist also: Was veranlasst VCs letztendlich dazu, ihr Scheckbuch zu zücken? Welches sind die wichtigsten Voraussetzungen, nach denen ein Kapitalgeber bei einem neugegründeten Unternehmen sucht, in das er investieren möchte?

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Bildbeschriftung: Um Investoren für ein Startup zu finden, benötigt es nicht nur eine überzeugende Geschäftsidee, sondern vor allem einen ebensolchen Business-Plan. Überprüfe Deine Startup-Hypothese also bis ins kleinste Detail, bevor Du sie in die Tat umsetzt. Ansonsten wird es schwer (bis unmöglich) werden, geeignete Kapitalgeber zu gewinnen, welche diese finanziell unterstützen.

Bei bereits etablierten und ausreichend eigenfinanzierten Unternehmen ist der Prozess der Wertschöpfung einfach. Diese produzieren Umsätze, Gewinne und Cashflow, die als verlässliches Maß für den Unternehmenswert herangezogen werden können. Bei einem Startups müssen sich VCs vor dem tätigen einer Investition sehr intensiv mit 

  • dem Unternehmensprofil,
  • seiner Geschäftsidee,
  • und der sich dadurch (möglicherweise) bietenden Gelegenheit

    beschäftigen.

In welche Arten von Unternehmen investieren Risikokapitalgeber?

Einerseits ist es wie bereits erwähnt eine Tatsache, dass Venture Capitalists teilweise riesige Summen in Start-up-Unternehmen investieren. Sie hoffen, diese dadurch zu Milliardenunternehmen wachsen zu lassen.

Andererseits ist es wichtig, Dir einen anderen Umstand immer im Hinterkopf zu behalten: Wir leben in einer Zeit, in der es unzählige Investitionsmöglichkeiten und Start-up-Pitches gibt - sodass VCs eine Reihe von Kriterienhaben, die sie überprüfen bevor sie investieren. Dazu gehören unter anderem:

  • Management-Team,
  • Geschäftskonzept und -plan,
  • Marktchance,
  • und sowie Risikobewertung.

Im Folgenden wollen wir näher auf einige der wichtigsten Faktoren eingehen, auf welche Kapitalgeber bei der Auswahl eines Startups für ihre Investitionen achten.

Die 5 wichtigsten Faktoren, die von Venture-Capital-Gebern vor einer Investition in ein aufstrebendes Jungunternehmen berücksichtigt werden

Die folgenden 5 Faktoren sind die wichtigsten, welche potentielle Geldgeber bei einem aussichtsreichen Kandidaten für ihre Investitionen überprüfen. Diese solltest Du also auf jeden Fall erfüllen, um an die gewünschte (und benötigte) Finanzspritze für Deine Startup-Idee zu kommen.

1. Kompetentes UND erfahrenes Management

Das Management ist der wichtigste Faktor, den potentielle Investoren in ihre Überlegungen mit einbeziehen. VCs investieren nämlich in erster Linie immer in ein Managementteam und dessen Fähigkeit, den vorgelegten Businessplan umzusetzen. Sie sind dabei jedoch nicht auf der Suche nach erfolgreichen Managern. Das Interesse gilt Führungskräften, die Erfahrung damit haben, Unternehmen aufzubauen, welche in weiterer Folge hohe Gewinne erzielen.

Startups, die eine Venture-Capital-Investition anstreben, müssen demzufolge:

  • In der Lage sein, eine Liste von erfahrenen und qualifizierten Teams für alle Geschäftsbereiche vorzulegen.
  • Eventuell bereit sein erfahrene Führungskräfte von außerhalb des Unternehmens einzustellen. 

Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass VCs lieber in eine schlechte Idee, die von einem kompetenten Management konsequent umgesetzt wird, investieren, als in einen großartigen Businessplan in den Händen von einem Team von Anfängern.

2. Großer Produktwert (inklusive einem ebenso großen Wettbewerbsvorteil)

VCs wollen in innovative Produkte und Dienstleistungen mit langfristigem Wettbewerbsvorteil investieren. Aus diesem Grund suchen sie nach Lösungen für Probleme, die bislang noch nicht in Angriff genommen wurden. Sie suchen nach Produkten und Dienstleistungen, welche die Konsumenten bisher noch nicht kennen. Aber welche sie nicht mehr missen möchten, sobald sie sie einmal kennen.

Am Markt - egal auf welchem - herrscht ein beinharter Wettbewerb. Ein neues Produkt muss immer in der Lage sein, sich einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen. Ansonsten wird es nur schwer in der Lage sein Umsätze und Gewinne zu generieren, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Falls eine Produktidee dieses Potential nicht besitzt, wird sie nur schwer an Investoren zu verkaufen sein. Und noch schwerer an Risikokapitalgeber.

3. Marktbewertung

Als Startup musst Du zeigen, dass Du auf einen möglichst großen Markt abzielst. Kein Geldgeber wird in ein Nischenprodukt für einige wenige Anwender oder Konsumenten investieren. Um als "groß" zu gelten, muss der angepeilte Markt in der Lage sein zumindest 1 Milliarde Euro oder mehr an Umsatz pro Jahr zu generieren. Eine Geschäftsidee - zumindest (D)eine erste - sollte also immer massentauglich sein. Hat Dich diese (hoffentlich) schon reich gemacht, kannst Du danach immer noch an weiteren Projekten arbeiten. Mit Deinem eigenen Kapital. Und unabhängig von Investoren.

VCs erwarten somit, dass Dein Businessplan eine detaillierte Analyse der potentiellen Marktgröße enthält. Das heißt, diese sollte sowohl nach dem "Top-down"- als auch dem "Bottom-up"-Ansatz ermittelt werden. Diese beinhalten immer die Bereitstellung von Daten aus Marktforschungsberichten. Feedback von potenziellen Kunden ist ein zusätzlicher Vorteil. Aber nur, falls es ganz klar die Bereitschaft der Konsumenten zeigt, das potentielle Produkt zu nutzen. Und vor allem für dessen Verwendung zu bezahlen.

4. Risikobewertung

Von dem Moment an, indem ein potentieller Investor mit einem Unternehmensgründer spricht oder dessen Businessplan liest, will er sich darüber im Klaren sein, was das Unternehmen bereits erreicht hat. Und was es vor allem noch erreichen muss. Dazu gehört die Beurteilung der folgenden Punkte:

  • Könnten rechtliche oder regulative Probleme auftauchen?
  • Besteht die Möglichkeit aus der Investition auszusteigen? Und falls ja - besteht ebenso die Möglichkeit, vor diesem Ausstieg eine Rendite zu sehen?
  • Furthermore, is the market willing to spend money on the product?
  • Are funds already available for product development or are other investors willing to provide capital?
  • Is there a possibility to withdraw from the investment? And if yes – is there also the possibility to see a return before this exit?

Dies sind nur einige der Fragen, mit welchen Kapitalgeber versuchen ihre Risiken zu reduzieren. Welche von diesen - und ob noch weitere - gestellt werden, das hängt von der Art der Finanzierung und den Personen ab, welche die Investitionsentscheidungen treffen. Sei also vor dem Gespräch mit einem potentiellen Investor auf alle Eventualitäten vorbereitet. Und sei gut vorbereitet.

5. Schätzwert und Eigenkapitalstruktur

Die Geschäftsbewertung, die den Gründern vorschwebt, ist von grundlegender Bedeutung, da sie den Anteil des Unternehmens bestimmt, den die Venture-Capital-Gesellschaft aufgrund ihrer Investition besitzen wird. Deshalb achten Kapitalgeber auch immer auf bereits bestehende Beteiligung und frühere Investitionsrunden, sowie den Anteil an Eigenkapital.

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Nun kennst Du bereits die wichtigsten 5 Faktoren, welche Kapitalgeber abwägen, bevor Sie eine Investition in ein neues Unternehmen tätigen. Erfüllt Dein eigenes Startup diese?

Fazit

Die Aussichten auf eine erfolgreiche, renditestarke Investition sind nicht immer gegeben, wenn Risikokapitalgeber investieren. Manchmal können sich scheinbar profitable Beteiligungen in Verlustgeschäfte verwandeln. Daher verbringen VCs vor einer Investition viel Zeit mit der Analyse, der von uns in diesem Beitrag aufgeführten Punkte. 

Potentielle Geldgeber wollen wissen, ob das Management der Herausforderung gewachsen ist. Ob das Produkt und der angepeilte Markt das Potential dazu besitzen, das investierte Geld zu vermehren. Und ob sich darüber hinaus die inkludierten Risiken in einem vertretbaren Rahmen bewegen.

Wonach suchen also Kapitalbringer in einem Startup? Sie suchen nach Teams wie uns! Wir sind ein Team von engagierten Entwicklern, haben eine umfangreiche Erfolgsbilanz und VCs lieben es, mit uns zu arbeiten. Falls Du die Idee für ein Startup besitzt, Dir dazu allerdings ein solides Management, ein strukturierter Arbeitsablauf und / oder ein praxiserprobter Prozess fehlt, um aus den Startlöchern zu kommen - dann können wir Dir helfen! Hier erfährst Du mehr über unser Angebot: CTO als Service. Falls Du bereit dazu bist, so schnell wie möglich mit Deiner Produktentwicklung zu starten, schick uns uns einfach unverbindlich eine Nachricht. Wir melden uns umgehend zurück!

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